Daten und Geschichte

Land

Fläche 270.534 km²
Höchster Berg Mount Cook (3754 m)
Höchster Vulkan Mount Ruapehu (2797 m)
Größter Gletscher Tasman (29 km)
Längster Fluß Waikato (425 km)
Größter See Taupo (606 km²)
 

Bevölkerung

Einwohner 3.960.000 (Februar 2003)
Bevölkerungsdichte 13 Einwohner pro km²
Verstädterungsgrad 86,1% (1995)
Lebenserwartung 77,01 Jahre (1996)
Kindersterblichkeit 0,67% (1996)
Alphabetisierungsgrad 99%
Sprachen Englisch (Amtssprache)
Maori (seit 1987 Amtssprache)
Ethnische Gruppen Europäer: 88,0%
Maori: 8,9%
Polynesier: 2,9%
Sonstige: 0,2%
Religionszugehörigkeit Christen: 82%
Hindus & Buddhisten: 1%
Konfessionslose & Sonstige: 18%
 

Politik

Staatsname Neuseeland
Flagge Neuseeland Flagge
Hauptstadt Wellington
Staatsform Parlamentarische Demokratie (konstitutionelle Monarchie im Commonwealth)
Staatsoberhaupt Britische Königin, vertreten durch einen Generalgouverneur
Unabhängigkeit 26. September 1907 (von Großbritannien)
Verfassung Keine geschriebene Verfassung. Es existieren verschiedene Dokumente, einschließlich Gesetze von Großbritannien und Neuseeland
Wahlrecht Allgemeines Wahlrecht ab dem 18. Lebensjahr
Mitgliedschaften ANZUS ( USA erklärten am 11. August 1986 ihre sicherheitspolitischen Verpflichtungen gegenüber Neuseeland für beendet), APEC, AsDB, Australien-Gruppe, Commonwealth, Cairns-Gruppe, CCC, CP, COCOM (kooperierender Staat), EBWE, FAO, G-24, GATT, IAEO, IBRD, ICAO, IBFG, IEA, IFAD, IAO, IWF, IMO, INMARSAT, INTELSAT, INTERPOL, IOC, IOM (Beobachter), ISO, ITTO, ITU, LIGA, MTCR, NAM (Gast), OECD, PCA, SPARTECA, SPC, SPF, UN, UNCTAD, UNESCO, UNIDO, UPU, WHO, WIPO, WMO
Freiheitsindex Frei
 

Wirtschaft

Bruttoinlandsprodukt 43,70 Milliarden US-Dollar (1993)
Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner 14 400 US-Dollar (1995)
Währung 1 Neuseeland-Dollar (NZ$) = 100 Cents
Inflationsrate 2,7% (2002)
Arbeitslosenrate 4,7% (Juni 2003)
Ausfuhrgüter Wolle, Lamm-, Schaf- und Rindfleisch, Früchte, Gemüse, Fisch, Molkereiprodukte, Fertigwaren, chemische Produkte, Textilien, Holzwaren
Einfuhrgüter Erdöl, Konsumgüter, Kraftfahrzeuge, Maschinen, Mineralien, chemische Produkte, Kunststoffe
Industrie Nahrungsmittelverarbeitung, Holz- und Papierwaren, Textilien, Maschinen, Transportmittel, Bank- und Versicherungswesen, Buchdruck und Verlagswesen, chemische Produkte, Metalle, Bergbau, Tourismus
Landwirtschaft Trägt etwa 8,4 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei; die Viehwirtschaft dominiert: Schafe, Rinder, Geflügel, Wolle, Fleisch, Molkereiprodukte; Anbauprodukte: Weizen, Gerste, Mais, Hülsenfrüchte, Früchte, Gemüse; in der Landwirtschaft werden überschüssige Erträge erzielt
Rohstoffe Erdgas, Eisenerz, Sand, Kohle, Erdöl, Kieselerde, Gold, Kalkstein, Nutzholz, Wasserkraft
 

Historisches

700 Besiedelung durch Polynesier
1642 Europäische Entdeckung durch den Holländer Abel Tasman
1769 Landung und geographische Vermessung von James Cook
1814 Ankunft der ersten Missionare
1820 Maori Anführer reist nach England um Waffen zu besorgen
1840 Neuseeland wird unter englische Obhut gestellt
1858 Das Land bekommt ein eigenes Parlament
1860 Erstmals mehr Weiße als Maori auf der Insel
1893 Aktives Wahlrecht für Frauen (1. allgemeine Wahl 1890)
1898 Weltweit erster Staat mit Altersrente
1914 Besetzung der dt. Kolonie Samoa
1951 Verbündung mit Australien und USA (Sicherheitspakt)
1972 Protest gegen französische Atomtests
1984 Legalisierung der Homosexualität, NZ wird zur atomwaffenfreien Zone
1985 In Auckland wird ein Greenpeace Schiff von französischen Agenten gesprengt
1994 Wirtschaftsreformen erfolgreich, Staatsbudget mit Überschuß
1999 Labour-Party übernimmt Regierungsverantwortung
 

Die Maori

Der Ursprung der Maori liegt im südost-asiatischen Raum. Das Volk begann sich vor ca. 6000 Jahren über den menschen-leeren Pazifikraum auszubreiten. Zuerst landeten sie auf den Fidschis und Neu-Guinea, 3000 Jahre später dann auch auf Tonga und Samoa. Erst über 1000 Jahre später landeten die ersten Vorfahren dann auf den weiter entfernten Inseln: Hawaii, den Osterinseln und Neuseeland.

Die Reise war nach heutigen Maßstäben einfach wahnsinnig. Oftmals segelten bis zu 100 Menschen in offenen Doppelrumpf-Kanus bis zu 5000 km über das offene Meer. Um sicher Land zu erreichen wurden die Sterne und auch der Zug der Vögel herangezogen. Noch heute haben diese Schicksalsgemeinschaften Auswirkungen. Das Zusammengehörigkeitsgefühl der über 40 Maori Stämme beruht meist auf der gemeinsamen Überfahrt der Vorväter. Die Boote spielen bei den Maoris eine große Rolle. Plätze an denen sie begraben sind, gelten als geweiht. Einige Stämme benannten sich sogar nach Booten.

Der erste Empfang auf der Insel war relativ kühl. Es gibt außer einer Fledermausart keinerlei Säugetiere, nicht einmal Schlangen. Doch die Maori bringen einiges mit sich: Hunde, Ratten, Kokospalmen, Kürbisse und Süßkartoffeln. Doch das harte Wetter beschränkte die Lebenserwartung der Ankömmlinge auf 30 Jahre. Viele Maoris wanderten deswegen auf die wärmere Nord-Insel. Vor allem nach der Entwicklung von Umhängen aus Blattfasern und dem Hüttenbau begann die Bevölkerung dort rapide zu wachsen und es kam zu Kämpfen um den fruchtbaren Boden.

Der Zusammenhalt existiert eigentlich nur im jeweiligen Stamm. Es gibt - bis heute - kein einheitliches Volk der Maori. Das Wort "maori" - normal - findet erst Verwendung, nach dem die andersartigen Weißen das Land betreten. Bindeglied zwischen den Stämmen ist die einheitliche Sprache, trotz erheblicher Dialektunterschiede zwischen Nord- und Südinsel.


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